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Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn wir vergessen, was wir gelernt haben.
(Edward Frederick Lindley Wood, 1. Earl of Halifax)


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Musical "Hope" der Stadtschule Butzbach

Als zum Schluss die zehn Hauptdarsteller ihrem Publikum erklärten, was für sie persönlich Toleranz ausmacht, war das Publikum im Butzbacher Bürgerhaus tief bewegt. In beeindruckender Weise hatten die 40 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen der Stadtschule in dem zweistündigen Musical  „Hope“ ein brandaktuelles Thema auf die Bühne gezaubert. Über 700 Besucher hatten an zwei Abenden die Geschichte einer Familie erlebt, die aus dem Iran nach Butzbach geflohen ist. „Das Besondere an diesem Musical ist, dass die ganze Geschichte von Schülern der 10. Klasse geschrieben wurde und sie dazu die Erfahrungen von anderen Schülern als Grundlage genommen haben“, sagte Lehrerin Conny Metzger-Reuhl, die die Musik komponiert hat.

Das Musical nimmt seinen Anfang im Jahr 2032, als Mutter Lisa ihrer Tochter Julia zum Trost eine Geschichte aus dem Jahr 2015 erzählt. Damals musste  der junge Jamil mit seinen Eltern, seiner Großmutter und seine Geschwistern aus dem Iran fliehen und kam über die Türkei nach Gießen und später nach Butzbach. Die Flucht war strapaziös und gefährlich, die Familie wird getrennt, doch sie finden immer jemanden, der ihnen hilft. Jamil und seine Geschwisterkommen in die Stadtschule in Butzbach, werden aufgenommen und trotz einiger Anfeindungen zu Beginn dort auch heimisch. Jamil selbst lernt die junge Julia kennen, die selbst aus Russland stammend erst ein Jahr zuvor in die Stadtschule gekommen ist, und verliebt sich in sie.

In zahlreichen Szenen schildern die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler, wie beschwerlich der Weg in die Fremde ist. Sie zeigen aber auch, wie es den Neuankömmlingen  dank der Toleranz und Hilfe Einzelner gelingen kann, in einer neuen Welt Fuß zu fassen. So werden die zwei Söhne beim Fußball spielen beobachtet und gleich ins Training des VfR Butzbach eingeladen. Oder  als der Jüngste  krank wird, setzt sich der Eingliederungshelfer dafür ein, dass sich eine Ärztin um ihn kümmert. Und die Nachbarin Bärbel, die selbst jemand zum Reden sucht, nimmt trotz aller Sprachgrenzen Kontakt zur Großmutter der Familie auf, und so entsteht eine neue Bekanntschaft. Und natürlich ist die Musik verbindendes Element: Die ältere Tochter Maedeh wird in die Schulband der Stadtschule aufgenommen.

Das Ende der Geschichte ließen die Schüler offen. Alle Mitwirkenden wenden sich in einem Chor an ihr Publikum und verbreiten Hoffnung und Zuversicht, dass, wenn jeder etwas beisteuert, Familien wie die von Jamil eine Zukunft in Butzbach haben werden.
Die Idee zu dieser beeindruckenden Geschichte kam ihrer Musiklehrerin, die dann beide Abschlussklassen davon überzeugte, etwas auf die Bühne zu bringen, wofür die Stadtschule auch stehen möchte. Einige der Akteure waren erst vor einem Jahr nach Butzbach und Gambach gekommen.

Die aktuellen Probleme derer, die nach Deutschland fliehen müssen, waren teils ihre eigenen. "Sie aufzuschreiben und in einem Musical zu transportieren, war für die Schüler und für mich gleichsam eine reizvolle Aufgabe," sagt die federführende Lehrerin Conny Metzger-Reuhl. Das Besondere an „Hope“ ist, so waren sich alle Darsteller einig ist „dass wir alles selbst gemacht haben, dass viele Hauptrollen von Schülern besetzt wurden, die erst seit kurzem hier sind. So wurde das Geschehen lebendig und hautnah".

Auch das Team der Kulissenbauer um Mariella D Àquino,das auch für den Umbau zwischen den Szenen sorgte, zeigte eine beachtliche Leistung.
Die Musik, in deren Mittelpunkt  die Themen Krieg und Frieden standen und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft machte, reichte vom alten Gospel  über rockige Einlagen bis hin zu ruhigen Balladen, die zu einem Teil aus der Feder von  Metzger-Reuhl stammten. Die vielen Solisten von den fünften bis zur den 10. Klassen beeindruckten mit ihren Stimmen, darunter Dara Nowotny und Lisa Tiessen. Auch der Chorgesang mit über 50 Sängern unterstützt von vier erfahrenen Backgroundsängern begeisterte.

Die Tänze wurden weitgehend in Eigenregie von einer Mädchengruppe der 10. Klassen einstudiert (Alexandra Haak, Melina Jelaca). Das Repertoire war reichhaltig: ein landestypischer persischen Tanz, den M. Ghasemi erarbeitete, wurde in farbenfrohen Kostümen vorgeführt, die eine iranische Mutter (Mitra Ghazimi) genäht hatte. Eine Einlage in Dirndln symbolisierte die Wetterauer Landfrauen, mit Techno-Pop begeisterte Amit Punjabi. Hochwertige Technik und effektvolle Lichtimpulse komplettierten die Darbietung.

Alle Beteiligten bedankten sich bei der Stadt Butzbach und der Stadt Münzenberg, deren beider Bürgermeister mit großer Begeisterung der Aufführung beiwohnten, ebenso wie bei der Sparkasse Oberhessen, dem Printservice Schieferstein und dem DRK Ortsverband Münzenberg für die Unterstützung.